Speisekarte
In letzter Zeit haben viele unserer Kundinnen und Kunden den Preisanstieg bei Buckellachs (Gorbuscha)- und Ketalachskaviar bemerkt. Wir verstehen, dass dies Fragen aufwirft, und möchten die Gründe für die Preisentwicklung bei Wildlachskaviar transparent erläutern.
Der wichtigste Grund ist die begrenzte Verfügbarkeit der Rohware. Im Unterschied zur Aquakultur kann das Angebot an Wildlachs nicht flexibel an eine steigende Nachfrage angepasst werden. Es hängt vom natürlichen Lebenszyklus der Fische, den Bedingungen im Ozean, der Zahl der zu den Laichgebieten zurückkehrenden Lachse sowie den geltenden Fangbestimmungen und -beschränkungen ab.
Fangmengen zum 25.08.2026 im Vergleich zu 2025
| Lachsart | 2026, Mio. Fische | 2025 bis 23.08., Mio. Fische | Veränderung |
Buckellachs(Gorbuscha) – Pink Salmon | 33,10 | 96,01 | −65,5 % |
Ketalachs – Chum Salmon | 9,07 | 16,46 | −44,9 % |
Rotlachs – Sockeye Salmon | 37,54 | 51,90 | −27,7 % |
Silberlachs – Coho Salmon | 0,80 | 1,35 | −40,6 % |
Lachs insgesamt | 80,65 | 165,84 | −51,4 % |
Dies sind vorläufige Daten des Alaska Department of Fish and Game, die noch angepasst werden können:ADF&G Blue Sheet 2026,ASMI: Daten zum 23.08.2025.

Wildlachs lebt ausschließlich in seiner natürlichen Umgebung. Die Entwicklung seiner Bestände hängt daher von zahlreichen natürlichen Faktoren ab. Wassertemperatur, Meeresströmungen, Nahrungsangebot und die allgemeinen Bedingungen im Ozean beeinflussen das Wachstum und die Überlebenschancen junger Lachse. Nach Angaben von NOAA Fisheries können Veränderungen der Temperatur und des Nahrungsangebots sowohl günstige als auch ungünstige Bedingungen für einzelne Populationen des Pazifischen Lachses schaffen.
Daher kann die Zahl der Fische, die zu ihren Laichgebieten zurückkehren, von Saison zu Saison und je nach Fanggebiet deutlich variieren. Entsprechend verändern sich auch die möglichen Fangmengen.
Die Fangmengen richten sich nicht nur nach der kommerziellen Nachfrage, sondern vor allem nach der Entwicklung der Wildlachsbestände.
In Alaska wird die Fischerei so reguliert, dass eine ausreichende Zahl von Lachsen die Laichgebiete erreichen kann. Abhängig vom tatsächlichen Verlauf der Fangsaison können die zuständigen Behörden die Fangzeiten anpassen, einzelne Gebiete öffnen oder schließen und die zulässigen Fangmengen ändern. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Wildlachsbestände langfristig zu schützen.
Fällt der Bestand in einer Saison geringer aus, können Produzenten ihre Rohwarenmengen daher nicht einfach erhöhen: Die Verfügbarkeit hängt unmittelbar von den tatsächlichen Fangmengen und den geltenden Beschränkungen ab.
Kaviar macht nur einen Teil der Produkte aus, die aus dem gefangenen Lachs gewonnen werden. Gehen die Fangmengen von Buckellachs oder Ketalachs zurück, steht entsprechend weniger Rogen für die Kaviarproduktion zur Verfügung.
Bei anhaltend hoher Nachfrage führt das begrenzte Angebot zu steigenden Einkaufspreisen entlang der gesamten Lieferkette – vom Fang und der Verarbeitung bis zur Lieferung des fertigen Produkts.
Der Preis für Buckellachs- und Ketalachs-Kaviar hängt daher unmittelbar von der Situation auf dem Wildlachsmarkt und den Ergebnissen der jeweiligen Fangsaison ab.
Die Preiserhöhung ist keine isolierte Entscheidung von Lemberg, sondern eine Folge veränderter Marktbedingungen, die die gesamte Wildlachsbranche betreffen.
Bei Forellenkaviar stellt sich die Situation anders dar.
Lachsforellen werden überwiegend in Aquakultur gezüchtet. Sie zählen zu den wichtigsten Zuchtfischarten Europas: Im Jahr 2024 wurden Forellen in 25 EU-Ländern produziert.
Die Aquakultur ermöglicht eine genauere Planung der Produktionsmengen und ist deutlich weniger von den natürlichen Schwankungen abhängig, die für den Wildlachsfang typisch sind.
Daher bleibt der Preis für Forellenkaviar in der Regel stabiler als der für Buckellachs- oder Ketalachskaviar. Dennoch können sich auch Kosten für Futtermittel, Energie, Produktion und Logistik auf den Preis auswirken.
Veränderungen auf dem Markt haben keinen Einfluss auf unsere Qualitätsansprüche.
Lemberg wählt die Rohwaren weiterhin sorgfältig aus und arbeitet ausschließlich mit bewährten Lieferanten zusammen. Bei unserer Preisgestaltung berücksichtigen wir die tatsächlichen Produktkosten und möchten unseren Kundinnen und Kunden hochwertigen Kaviar zu einem fairen Preis anbieten.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Verständnis.
Veröffentlichungsdatum: 10. September 2026